Vortrag zum NSU-Prozess am 15.10.2017 im Gewerkschaftshaus Ulm

„Aufklärung und Nicht-Aufklärung im NSU-Prozess“

Ein Vortrag von Robert Andreasch

Seit Mai 2013 wird vor dem Oberlandesgericht München gegen fünf Mitglieder bzw. Unterstützer*innen des terroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) verhandelt. Die Neonazis hatten von 1998 bis 2011 mindestens 10 Morde, 3 Bombenanschläge und 15 Raubüberfälle verübt. Nach bisher über 370 Verhandlungstagen und der Vernehmung von weit über 600 Zeug*innen befindet sich der Prozess im Herbst 2017 mit den Plädoyers in seiner Endphase.

In der Bundesrepublik hat es neben dem Prozess ein Dutzend Untersuchungsausschüsse auf Bundes- und Länderebene gegeben. In TV-Features und Artikeln wurden regelmäßig neue, skandalöse Erkenntnisse über das NSU-Netzwerk und das damalige Wissen von V-Leuten der Verfassungsschutzbehörden öffentlich. Filme, Bücher, Theaterstücke, Kunstwerke wurden zum Thema veröffentlicht. Zuletzt übergaben im Mai 2017 Angehörige der Opfer des neonazistischen Terrors und Antirassist_innen auf dem „NSU-Tribunal“ in Köln ihre „Anklage“ symbolisch an die deutsche Gesellschaft.

Der Münchner Journalist Robert Andreasch ist in der Initiative „NSU Watch“ (www.nsu-watch.info) aktiv und dokumentiert vom ersten Verhandlungstag an das Prozessgeschehen. Im Laufe der Veranstaltung wird er anhand des Prozessverlaufs der letzten Monate über Aufklärung und Nicht-Aufklärung des NSU-Komplexes berichten.

Was wissen wir über den NSU und welche Fragen sind noch unbeantwortet?

Welche Konsequenzen müssen gezogen werden?

15.10.2017 im Gewerkschaftshaus Ulm (Weinhof 23, 89073 Ulm)

Einlass: 19:30, Beginn: 20:00

Kommentare sind geschlossen.